Ziegenkäserei in Arusha

Anschaffung der Ziegen

Aufgebaut wird eine Ziegenkäserei im Umland von Arusha, im Norden Tansanias. Auch hier möchten wir armutsbedrohten Frauen eine Perspektive bieten, sich den Lebensunterhalt selbst zu sichern. Es wird eine Frauenkooperative aufgebaut, in der sich Frauen gemeinsam um eine Herde Milchziegen kümmern – melken, hüten, füttern und auch die Aufzucht. Dies soll wie ein Schneeballsystem funktionieren: Zunächst starten 3 Frauen mit 5 Ziegen. Diese sind trächtig, d.h. an erster Stelle stehen die Pflege und das Füttern. Sind die Zicklein geboren geht es an deren Aufzucht bzw. das Melken. Die Zicklein gehören in diesem Stadium weiterhin zur Herde, um diese zu vergrößern. Nur die männlichen Zicklein werden vor der Geschlechtsreife zur Zucht anderer Herdenbesitzer oder an Metzger (schluchz) verkauft.

Saanziegen aus der Gegend in Arusha
Saanziegen aus der Gegend in Arusha

Die Milch wird zum Teil von den mitarbeitenden Frauen für die eigene Familie genutzt, wenn der Ertrag größer wird, wird die Milch verkauft. Sowohl der Gewinn aus dem Verkauf der jungen Böcke, dem Verkauf des Fleisches, als auch aus der Ziegenmilch wird gespart für die Anschaffung weiterer Ziegen.

Der nächste Schritt ist die Anschaffung eines Ziegenbocks für die Aufzucht. Somit vergrößert sich die Herde langsam und es kommen immer mehr Frauen zu der Kooperative dazu um die Arbeit kollektiv zu schaffen.

 

 

6 Ziegen ziehen ein

Es ist vollbracht, wir waren im Rahmen unseres letzten Urlaubs wieder in Arusha und hatten 3 Tage Zeit, um den Stall in Auftrag zu geben und die Ziegen inkl. Futter zu kaufen. Das war sehr ambitioniert, aber wir haben es wie Ihr Euch unten ansehen könnt tätsächlich geschafft. Der Stall wurde umgebaut, d. h, es wurden Holzbretter eingezogen und Futtertröge gebaut sowie eine Rampe und eine Eisentür angebracht. Parallel dazu haben wir den Ziegenzüchter besucht und uns Ziegen ausgesucht, die schwanger sein sollten. Mittlerweile wissen wir, dass nur 2 Ziegen schwanger waren, die anderen werden jetzt bald von einem Bock 4 Wochen besucht, so dass wir davon ausgehen, dass auch diese dann bald trächtig sein werden.  Eine Futtertonne musste her, wir haben dann einfach eine "Mülltonne" im Supermarkt gekauft, es ging ja nur darum, dass das Futter vor Schädlingen geschützt wird. Die Mülltonne haben wir dann erstmal auf unsere Schösse querlegt und mussten halt ein bisschen zusammenrücken. Viel hätte da jedenfalls nicht mehr reingepasst :) Dann mussten wir uns auch um Futter kümmern und einen geeigneten Händler finden, der uns Zusatzfutter für unsre Milchziegen entsprechend mixen konnte. Zum Glück hatten wir einen "Ziegenexperten" aus Deutschland dabei, der uns sagen konnte, was die Ziegen brauchen. Nach 3 vergeblichen Versuchen haben wir endlich einen Händler gefunden und standen dann vor der Herausforderung 300kg Futter auf unseren kleinen Jeep und den Pick up des Ziegenzüchters verteilen zu müssen. Die Mülltonne konnten wir ebenso auf den Pick up umladen, war dann etwas angenehmer auf der Rückbank zu dritt :)  Jedenfalls war der Transport der Ziegen inkl. Futter auf dem Pick up recht abenteuerlich, doch war der Chef höchstpersönlich dafür zuständig, so dass alle Ziegen wohlbehalten und mit gutem Appetit bei Mama Tarimo in ihrem neuen Stall ankamen. Eine Ziege hatte schon ein Zicklein dabei und deshalb kann Mama Tarimo in der Zwischenzeit schon mal etwas Milch melken und verkosten. Sobald die anderen Zicklein geboren werden, gibt es hier weitere Infos. 

Aufbau der Ziegenkäserei

Sobald die Zicklein auf der Welt sind und sich alles etwas eingespielt hat, wird die Ziegenkäserei in Angriff genommen:

 

Wir haben bereits Kontakt zu Mama Anna, sie betreibt eine kleine Käserei mit Kuhmilch im Gebiet des Mount Meru. Bei einem Besuch im Oktober 2018 konnten wir Mama Anna und ihre Käserei kennen lernen und waren begeistert. 

Falls Ihr Euch jetzt fragt, warum wir so dick angezogen sind: in der Umgebung rund um Arusha und auch am Mount Meru regnet es sehr viel und kann auch empfindlich kalt werden - so dass wir sogar nachts Wärmflaschen nutzen mussten :)

 

Allerdings haben wir uns sagen lassen, dass es ungewöhnlich frisch war letztes Jahr im Oktober 2018. Wir haben wirklich ganz schön gebibbert, aber so haben wir mal eine ganz andere Facette von Afrika kennengelernt...

Mama Anna beim Nachsalzen (schmieren)
Mama Anna beim Nachsalzen (schmieren)

Schulung der Frauen

Über sie werden dann auch die Frauen unserer Kooperative geschult um Ziegenkäse eigenständig herstellen zu können.

Dieser Ziegenkäse wird teils auf dem Markt verkauft, Ziel ist es allerdings diesen auch an Lodgen und Hotels zu verkaufen.

Vor Ort unterstützt uns unser Freund und Projektkoordinator James, er vermittelt zwischen uns und den Frauen und ist bzw. war uns eine große Hilfe, einen geeigneten Ort für das Halten der Ziegen zu finden. Diese benötigen als Schutz für die Nacht einen Stall, da diese sehr wertvoll sind und Zusatzfutter zur Milchproduktion bekommen müssen.

 

Auf den Fotos rechts seht Ihr uns in Aktion in einem Ziegenkäse-Kurs in Deutschland, das hat ganz viel Spaß gemacht und seither hat Ilona auch schon ein paar Käse zu Hause hergestellt. Wir haben quasi nun auch etwas praktische Erfahrung. Dann haben wir mit Joyce und Veneranda (die beiden betreiben das Restaurant in Arusha) einfach mal vor Ort im Rahmen authentischer Begebenheiten mit einem Liter frischer Kuhmilch einen kleinen Mozzarella produziert. Wir wollten ja auch mal herausfinden, ob unsere Idee überhaupt funktioniert - wir finden er kann sich sehen lassen...

 

Ziel ist es, dass sich die Frauen durch den Verkauf von Käse an umliegende Lodges und Camps eine gesicherte Einnahmequelle erarbeiten, einen Teil der Ziegenmilch für die Ernährung der Kinder/Familie nutzen, die finanzielle Abhängigkeit mindern und ihr Ansehen stärken.

 

 

Die Größenordnung dieses Projektes hat uns dazu veranlasst einen Verein zu gründen, wir möchten damit aber auch zeigen, wie wichtig uns dieses Vorhaben ist.


Was wird benötigt?

 

 

Die Geldspenden werden als Starthilfe benötigt für die Anschaffung von Ziegen, Futter, Fertigstellung des Stalls, Aufwandsentschädigung für Mama Tarimo und James, Ziegenhüter, Miete der Weidefläche, Futterpflanzen und deren Anbau.

 

Perspektivisch für die Käserei wird dann folgendes Equipment vor Ort gekauft: Regale, Arbeitstisch aus Edelstahl, Solaranlage, Kühlschrank, Aircondition, Arbeitsmaterialen wie Gummistiefel/Gummischlappen, Wasserschlauch, Edelstahleimer, Gummihandschuhe, Käseformen, „Werkzeug“ und Messbecher. Für den Transport wären zunächst ein Mofa und eine Kühlbox super. Weitere Kosten entstehen durch die Miete des Arbeitsraums und des Kühlraums.  

 

Die Aufwandsentschädigung für Mama Tarimo und James wird vom Verein gezahlt, bis die Käserei genügend Gewinn abwirft, um sich selbst zu finanzieren.

 

 

Asante sana*Danke schön


"BAMBURI YOUTH MAINz" Fussballteam in Mombasa

Dieses „Projekt“ ist eigentlich gar kein Projekt, es hat sich so durch Zufall ergeben, dass wir die Jungs kennengelernt haben. Leif hat über seine Graffiti-Aufträge beim 1. FSV Mainz 05 vor zwei Jahren (2017) einfach mal nachgefragt, ob sie uns für unseren nächsten Afrika-Urlaub ein paar aussortierte 1. FSV Mainz 05 Trikots mitgeben könnten. Wir wissen, dass die Afrikaner auch verrückt nach Fußball sind und sich über Vereinstrikots freuen. Auf unserem Weg zum Meer und nach dem Abstecher auf Ali‘s Shamba sind wir dann noch zu seiner Familie gefahren. Ali kennt dort ein paar Nachbarjungs, die regelmäßig Fußball spielen und quasi eine Mannschaft bilden. So konnten wir die Trikots von 1. FSV Mainz 05 direkt dort übergeben, wo sie gebraucht werden. Letztes Jahr (2018) hatten wir außer weiteren Trikots auch noch Fußbälle dabei, das war dann ein absolutes Highlight. Dieses Jahr (2019) bringen wir noch Fußball-Hosen mit (Danke 1. FSV Mainz 05) und die Jungs organisieren evtl. ein Fußballspiel, damit wir sie mal in Aktion sehen. Wir sind gespannt!

 

Und hier geht es zum Interview mit dem Kapitän der Mannschaft der "Bamburi Youth Mainz":

Download
Interview mit Yassir.pdf
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Was wird benötigt?

 

 

Fußbälle, Vereinstrikots, Fußballhosen und für einen hellhäutigen Spieler aus der Mannschaft Sonnencreme SF 50+

Asante sana*Danke schön


Laptops für St. Josephs PRIMARY SCHOOL in Ukunda

Mit sehr freundlicher Unterstützung von Wolfram Theymann von der Omni-Academy aus Viernheim

Eine Schule in Ukunda, St. Joseph Primary School (in der Nähe von Mombasa / Diani Beach) unterstützen wir mit gebrauchten, aber noch gut funktionsfähigen Laptops. Dort werden in 16 Klassenräumen vom ersten bis zum achten Schuljahr zwischen 25 – 30 Kinder pro Klasse unterrichtet. In Kontakt gekommen sind wir über unsere langjährigen Freunde Ursula und Horst Weidlich, die sich schon lange privat für Schulkinder engagieren und auch bis vor kurzem noch Schulgeld-Sponsorings vermittelt haben. 2018 hat die Schule mit einer kleinen Bücherei einen Lernraum aufgebaut und so konnten wir mit den mitgebrachten Laptops eine „Computerecke“ ergänzen die noch erweitert werden soll.

 

Hier die ausführliche Geschichte und ein tolles Beispiel für ein erfolgreiches Projekt, wenn sich mehrere private Initiativen zusammentun:

 

https://omni-academy.org/projekte/ein-lernraum-in-ukunda-kenia/

 

Was wird benötigt?

Vor allem Laptops, Handys und Ersatzakkus,

aufgrund des Staubs und der Hitze in Afrika ist der Lebenszyklus kürzer

als bei uns in Europa. 

 

 

Asante sana*Danke schön